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C 50

Zwischen 1952 und 1965 ließ die MÁV für ihre Wirtschaftsbahnen in ihrem Fahrzeugreparaturunternehmen Nord (Északi Jármüjavító Üzem) eine neue leichte Diesellokbaureihe konstruieren. Dieses war nötig geworden, da die Dampflokomotiven zur Ablösung anstanden und Versuche mit aus der DDR importierten Diesellokomotiven aufgrund deren großer Fahrzeugmasse gescheitert waren.

Für den Bau der Lokomotiven der Baureihe C50 griff man auf bewährte Bauteile aus dem LKW Typ Csepel (Motor, Getriebe, Elektrik) zurück.Der Rahmen der C50 ist ein geschweißter Grundrahmen mit Gewichtslästen an den vier Rahmenecken. Durch füllen dieser Kästen mit Gewichten konnte sowohl die Achslast als auch die Gewichtsverteilung der Lok eingestellt werden.

Es wurden vier verschiedene Baulose gebaut: M297,4000 in 9, GV 3700 in 93, GV 4500 in 12 und GV 5700 in 37 Exemplaren. Die Lokomotiven waren mit Ausnahme der GV 4500 für 600mm, 760mm 950mm und 1000mm Spurweite lieferbar, die GV 4500 nur für 760mm Spurweite. Auch waren die 12 GV 4500 600mm kürzer und nur 5000 kg schwer. Die M297,4001-4009 sind die späteren Mk29 ,1001-1009 der MÁV.

Weitere 20 Lokomotiven wurden nach Nordkorea exportiert.

1997 wurde bei einer C50 der herkömmliche Csepel-Motor vom Typ D 413 gegen einen solchen von FKG Jászkisér mit 120 PS ausgetauscht. Diese Lokomotive läuft nun unter der Bezeichnung C50Z. Dieses ist allerdings nicht die erste Leistungssteigerung bei der Baureihe C50. Einige Lokomotiven erhielten einen Csepel-Motor vom Typ D 414 mit 80 PS. Die C50 erreichen mit dem Standardmotor eine Höchstgeschwindigkeit im 5. Gang von 30 km/h.

Die Maschinen vom Typ C50 sind heute die Standardloks ungarischer Wirtschaftsbahnen. Auf einigen Touristik-Waldbahnen sind sie durch die stärkeren Rábá-Lokomotiven aus dem Streckendienst verdrängt worden, doch auch hier existieren immer noch viele C50 als Rangierloks.