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Die heutige Waldeisenbahn Cisna entstand 1954 als Zusammenschluß der Waldbahn Rzepedz - Mików und der Lokalbahn Neu-Lupków - Cisna.
Die Lokalbahn Neu-Lupków - Cisna wurde am 22. Januar 1898 als private Schmalspurbahn unter Betriebsführung der kkStB eröffnet. Die Lokalbahn hatte eine Spurweite von 760 mm. Ende des ersten Weltkrieges fiel das Gebiet Galiziens an den polnischen Staat, die Lokalbahn selbst wurde als AG betrieben. Zwischen 1928 und 1934 hatte die polnische Staatsbahn PKP die Betriebsführung auf der Lokalbahn inne. Östlich von Cisna-Majdan schlossen sich 2 Waldbahnen an die Lokalbahn an, zum einen die Strecke nach Roztoki und zum anderen eine Strecke nach Smerek.
Der Einmarsch der deutschen Armee im Jahre 1939 änderte außer der Zugehörigkeit der Strecke zur Generaldirektion der Ostbahn nichts am Betrieb auf der Lokalbahn. Ihr Betrieb brach erst in den Wirren des Kriegsendes 1945 völlig zusammen. Zwischen 1945 und 1947 fanden in den Wäldern der Bieszczardy schwere Kämpfe zwischen der "Ukrainischen Aufständigenarmee UPA" und dem polnischen Militär statt, wobei der damalige Vice-Verteidigungsminister Polens den Tod fand.
Als nach Beendigung der Kämpfe allmählich wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung im Bieszczardy-Gebiet stattfand, baute man die zerstörte Waldbahn wieder auf, allerdings nun in 750 mm-Spurweite. Es entstand eine Verbindungsstrecke zwischen Smolnik und Mików, die nun beide Schmalspurbahnen miteinander verband. In Rzepedz entstand hierbei auch ein großer Holzverarbeitungsbetrieb und ein leistungsfähiges BW. Das alte BW der Lokalbahn in Cisna wurde wieder aufgebaut und eine neutrassierte Strecke von Cisna über Smerek und Wetlina nach Moczarne gebaut.
Heute wird nur noch ein kurzes Stück östlich Cisna im Sommer für Touristenzüge genutzt. Der Streckenast von Nowy Lupkow bis Cisna und die Strecke von Przyslup östlich von Cisna bis Wetlina konnten Ende 1996 letztmals noch einmal unter erheblichem finanziellen Aufwand für eine Gruppe von Schmalspurfreunden befahrbar gemacht werden. Die zugesagte Fahrt nach Rzepedz konnte aufgrund des schlechten Oberbaus nicht stattfinden. Ca. 2 Monate später konnten die Strecken von einer weiteren an der Finanzierung der Sanierung beteiligten Gruppe überhaupt nicht mehr befahren werden. In der Zwischenzeit wurde das kleine Museum mit Waldbahnfahrzeugen in Cisna aufgelöst und nach Sochaczew gebracht. In Cisna stehen die Fahrzeuge des gesamten Netzes abgestellt.
(Stand Ende 1996)