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DIE WALDEISENBAHN HAJNÓVKA

Die Waldeisenbahn Hajnówka besteht heute praktisch nur noch als Touristikbahn. Zwar liegen auf dem Gelände des Sägewerkes in Hajnówka noch alle Gleise, doch die Abfuhr der Bäume aus den Wäldern rings um den Ort findet heute mit LKW's statt.

1916 wurde zur Erschließung der Wälder im Gebiet von Hajnówka und Bialowieza durch den Bau einer Waldeisenbahn mit 600 mm Spurweite begonnen Eine Holzabfuhr aus der Puszcza Bialowieka, dem größten Waldgebiet Europas mit einer Fläche von 1250 km² ,war bis zu diesem Zeitpunkt nur mühevoll mit Pferdefuhrwerken oder durch Flößerei auf der Narew und Weichsel möglich. Es entstand so im Laufe der Zeit u.a. das Waldbahnnetz von Hajnówka, mit bis zu 360 km Ausdehnung, Anfang der 40er Jahre das größte Waldbahnnetz Polens. In der Zeit von der Betriebseröffnung bis zur Übernahme der Waldbahn durch die Staatliche Forstdirektion in Bialowieza im Jahre 1929 wurde der Betrieb feldbahnmäßig durchgeführt. Folge davon und des leichten Unterbaus auf sumpfigem Untergrund waren häufige Betriebsstörungen. Dieses änderte sich von da an durch das gelten der Fahrdienstvorschrift der PKP. Nach dieser wurde bis zur Einstellung des Holzverkehrs im Jahre 1992/3 verfahren. In Glanzzeiten der Waldeisenbahn Hajnówka wurden bis zu 1.000.000 Festmeter Holz transportiert, wofür bis zu 15 ehemalige HfB-Brigadeloks und einige kleinere Dampfloks im Einsatz waren. Der Wagenpark bestand bis 1924 aus ca. 60 Trucks mit 6t Traglast, ab 1926 wurde dieser durch Trucks mit 8 und l0 t Traglast, Flachwagen und Arbeitswagen ergänzt. Beladen werden die Trucks seit 1957 durch auf Flachwagen montierte Winden, wofür ca. 40 Ausweichstellen zur Verfügung standen. Der Dampfbetrieb auf der Waldbahn endete 1974, nachdem 1971 und 1972 insgesamt 8 Babelsberger Dieselloks vom Typ VIOC nach Hajnówka geliefert wurden. Heute sind diese zusammen mit der Tx 1112 (bis 1997) für die wenigen Publikumsfahrten zuständig.