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DIE WALDEISENBAHN TERESVA - UST CORNA

Die ersten Projekte für den Bau einer Eisenbahn durch das Tal der Teresva datieren auf das Jahr 1883. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Strecke allerdings noch in Normalspur gebaut werden. Die Pläne wurden später geändert, so daß am 23.06.1887 der Betrieb auf der nun in 750mm gebauten Strecke von Teresva nach Kobilaerdö mit einer Stichstrecke aufgenommen werden konnte. Betriebsführerin war die Ungarische Nordostbahn ( bis 1889 nur bis Tereselpatak). 1890 wurde die Nordostbahn verstaatlicht, die Schmalspurbahn gehörte ab 1897 der MÁV. Seit diesem Zeitpunkt gibt es auch öffentlichen Personenverkehr auf der Schmalspurbahn. 1922 wurde die Strecke von der CSD übernommen, der Betrieb aber nicht wieder aufgenommen. Erst 1922, nach Umspurung der Strecke auf 760mm, wurde der Betrieb zwischen Teresva und Neresnitza wieder aufgenommen.

Ab 1928 entstand die Waldbahn Neresnitza - Ust Corna (Königsfeld). Ihr Vorgänger war eine ca. 10 km lange Pferdebahn bis Dubové der Militärverwaltung, dessen Trasse sie weiter benutzte.

Am 1.4.1936 wurde das Gesamtnetz von der staatlichen Forstverwaltung übernommen, die Gesamtlänge der Strecke betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 138 km; es handelte sich um das größte Schmalspurnetz der damaligen Tschechoslowakei. Auch während des zweiten Weltkrieges gehörte die Strecke weiterhin der staatlichen Forstverwaltung. Die Strecken wurden im 2. Weltkrieg teilweise zerstört bzw. abgetragen.

Nach 1945 gehörte die Bahn kurzzeitig der SZD, danach wieder der Forstwirtschaftsverwaltung. Die Strecken wurden erneut auf 750mm umgespurt. In Teresva wurde ein großer Holzlagerplatz mit Anschluß an die Breitspur gebaut.

Heute ist das Netz ca. 136 km lang mit Steigungen bis zu 6 %. Auf dem unteren Abschnitt bis Dubové verkehren heute wieder 3 Personenzugpaare im Auftrag eines Industriebetriebes. Für den Personenzugdienst besaß die Waldbahn auch zwei dieselelektrische Lokomotiven der Baureihe TU2, die allerdings heute als Wracks auf dem Holzlagerplatz abgestellt sind. Als Waldbahn hat heute primär der Ast von Ust-Turbat in Richtung Osten Bedeutung, allerdings ist der Forstverkehr durch angrenzende Waldwege stark rückläufig. Auf dem Gesamtnetz werden jährlich ca. 140000 m³ Holz transportiert, wofür ca. 300 Güterwagen vorgehalten werden. Interessant sind dabei vierachsige Holztrucks, die neben zweiachsigen Trucks und Flachwagen dem Holztransport dienen.